BU-Versicherung trotz Vorerkrankungen möglich?
BU-Versicherung trotz
Vorerkrankungen
„Mit meiner Krankengeschichte bekomme ich sowieso keine BU.“ Diesen Satz höre ich oft – und meistens stimmt er nicht. Vorerkrankungen führen längst nicht immer zur Ablehnung. Häufig geht mehr, als die Betroffenen denken. Man muss nur den richtigen Weg gehen: keinen vorschnellen Antrag, sondern eine anonyme Voranfrage. Dieser Artikel zeigt, wie das funktioniert.
Vorerkrankung heißt nicht
automatisch Ablehnung
Der verbreitetste Irrtum bei diesem Thema: Menschen gehen davon aus, dass eine einzige Diagnose in der Akte die BU unmöglich macht. Und aus dieser Annahme heraus probieren sie es gar nicht erst – und stehen dann ganz ohne Absicherung da.
Die Wahrheit ist differenzierter. Versicherer bewerten Vorerkrankungen individuell, und sie tun es sehr unterschiedlich. Was der eine Anbieter ablehnt, versichert der nächste zu normalen Bedingungen. Entscheidend sind Faktoren wie:
- Art der Erkrankung: Ein ausgeheilter Bandscheibenvorfall wird anders bewertet als eine chronische Erkrankung.
- Verlauf und Zeitabstand: Etwas, das lange zurückliegt und folgenlos ausgeheilt ist, wiegt weniger schwer als etwas Akutes.
- Ausgeübter Beruf: Ein Rückenleiden ist für eine Bürokraft weniger relevant als für jemanden mit körperlich schwerer Arbeit.
- Behandlungsverlauf: Ob eine Behandlung abgeschlossen ist, spielt eine große Rolle.
Weil die Bewertungen so weit auseinandergehen, lohnt es sich fast immer, den Markt zu vergleichen – statt sich von einer einzigen Absage entmutigen zu lassen.
Die vier möglichen Ergebnisse
„Antrag abgelehnt“ ist nur eines von mehreren möglichen Ergebnissen – und das seltenste, wenn man es richtig angeht. Das sind die vier Wege, die eine Risikoprüfung nehmen kann.
Der sichere Weg:
die anonyme Voranfrage
Das ist die wichtigste Sache, die Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten – und der Grund, warum Sie mit einer Vorerkrankung niemals einfach so einen Antrag stellen sollten.
Bei einer anonymen Risikovoranfrage schildere ich Ihre gesundheitliche Situation – ohne Ihren Namen – mehreren Versicherern und frage deren Einschätzung ab. Sie erfahren dadurch, wer Sie zu welchen Bedingungen versichern würde, bevor irgendein offizieller Antrag läuft.
Warum Verschweigen
keine Option ist
Manche kommen auf den Gedanken, eine Vorerkrankung bei der Gesundheitsprüfung einfach wegzulassen – aus Angst vor Zuschlag oder Ablehnung. Ich sage es deutlich: Das ist der gefährlichste Fehler überhaupt.
Bei der Gesundheitsprüfung müssen alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden. Wer etwas verschweigt, begeht eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung. Die Folge kann verheerend sein.
Häufige Vorerkrankungen –
und wie sie bewertet werden
Vorweg: Jede Bewertung ist ein Einzelfall, und die folgenden Punkte sind grobe Orientierung, keine Zusage. Trotzdem hilft es zu wissen, dass viele der häufigsten Vorerkrankungen versicherbar sind.
Rückenbeschwerden
Einer der häufigsten Gründe für Nachfragen – und oft weniger dramatisch für die Bewertung, als man denkt. Ein einmaliger, ausgeheilter Vorfall ohne bleibende Beschwerden wird häufig zu normalen oder leicht erhöhten Bedingungen versichert. Entscheidend sind Dauer, Behandlung und ob Beschwerden geblieben sind.
Psychotherapie / psychische Belastungen
Hier gehen die Bewertungen der Versicherer besonders weit auseinander – weshalb sich gerade hier die anonyme Voranfrage lohnt. Eine abgeschlossene, länger zurückliegende Therapie wegen einer nachvollziehbaren Belastungssituation (etwa Trauer) wird anders gesehen als eine schwere, andauernde Erkrankung. Pauschale Panik ist fehl am Platz – aber auch pauschale Entwarnung.
Allergien und Asthma
Leichtere Formen führen oft nur zu geringen oder gar keinen Zuschlägen. Bei schwererem Asthma kommt es auf den Verlauf und den Beruf an.
Wenn die BU wirklich nicht geht
Manchmal führt auch die anonyme Voranfrage zu dem Ergebnis, dass eine klassische BU nicht oder nur zu untragbaren Bedingungen möglich ist. Auch dann ist noch nicht Schluss – es gibt Alternativen, die keine oder eine einfachere Gesundheitsprüfung haben.
- Grundfähigkeitsversicherung: Sichert den Verlust bestimmter Grundfähigkeiten ab (Sehen, Gehen, Hände, Konzentration). Oft mit einfacherer Gesundheitsprüfung als die BU.
- Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Greift, wenn gar keine Tätigkeit mehr möglich ist. Höhere Hürde, aber oft leichter zu bekommen.
- Dread-Disease-Versicherung: Zahlt bei bestimmten schweren Krankheiten eine Summe aus – als Teilabsicherung, wo BU und Grundfähigkeit nicht gehen.
Welche dieser Optionen bei welcher Vorerkrankung realistisch ist, schauen wir uns gemeinsam an. Mehr zu diesen Wegen steht auch im Beitrag zur BU für Selbstständige und allgemein bei der Arbeitskraftabsicherung.
Was mich zu diesem Thema
oft gefragt wird
Bekomme ich eine BU trotz Vorerkrankung?
Was ist ein Risikozuschlag?
Was ist ein Ausschluss bei der BU?
Muss ich bei der Gesundheitsprüfung wirklich alles angeben?
Bekomme ich eine BU trotz Psychotherapie?
Wenn Sie eine Vorerkrankung haben und deshalb bisher um die BU einen Bogen gemacht haben: Geben Sie dem Thema noch eine Chance. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein gangbarer Weg findet, ist größer, als Sie vermutlich denken – und herauszufinden kostet Sie nichts und riskiert nichts.
Ich gehe diesen Weg regelmäßig mit Menschen, die schon aufgegeben hatten. Lassen Sie uns Ihre Situation anonym prüfen, bevor Sie das Kapitel abhaken.
Lassen Sie uns Ihre Chancen
prüfen – ohne Risiko.
Bevor Sie das Thema BU abhaken: Ich prüfe anonym, wer Sie zu welchen Bedingungen versichern würde. Es wird nichts aktenkundig, solange nicht klar ist, dass es passt. Kostenlos und unverbindlich.
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